
Eigenschaften und Anbau:
Goldhirse ist botanisch gesehen eine Rispenhirse. Im Handel zeichnen sich die kleinen, runden Körner durch ihre charakteristische, leuchtend goldgelbe Farbe aus. Diese Färbung verdankt sie einem hohen Gehalt an wertvollen Beta-Carotinen.
Im Gegensatz zu Braunhirse wird Goldhirse vor dem Verkauf mechanisch von ihrer harten, unverdaulichen Kieselsäure-Spelze befreit.
Sie gilt als hervorragender Mineralstofflieferant. Goldhirse ist von Natur aus reich an Eisen, Magnesium und Kieselsäure (Silizium), welche wichtig für Haut, Haare und Nägel ist. Zudem besitzt sie einen hohen Anteil an leicht verdaulichem, rein pflanzlichem Eiweiß.
Als wärmeliebende C4-Pflanze benötigt Goldhirse viel Sonne. Sie gedeiht am besten auf leichten, sandigen und gut durchlässigen Böden, die sich im Frühjahr schnell erwärmen. Staunässe und schwere, verdichtete Böden verträgt sie nicht.
Die Aussaat erfolgt spät – meist ab Mitte Mai nach den Eisheiligen –, da die Keimlinge frostempfindlich sind und eine Bodentemperatur von mindestens 12 °C brauchen.
Hirse ist ein Extremkünstler in Sachen Dürretoleranz. Sie benötigt nur einen Bruchteil des Wassers, das Weizen oder Mais verbrauchen. Bei extremer Trockenheit stellt sie das Wachstum einfach temporär ein und regeneriert sich beim nächsten Regen rasant.
Nach einer kurzen Vegetationszeit von rund 100 bis 120 Tagen wird die Hirse im Spätsommer (August/September) mit dem Mähdrescher geerntet. Die Herausforderung im Öko-Landbau liegt darin, dass die Rispen von oben nach unten ungleichmäßig abreifen und der Erntezeitpunkt exakt abgepasst werden muss.
Verwendung:
Goldhirse schmeckt mild-nussig und lässt sich ähnlich wie Reis zubereiten. Sie wird in Wasser oder Brühe gekocht und dient als klassische Beilage, als Basis für herzhafte Gemüsepfannen, Hirse-Risotto (Hirsotto) oder für vegetarische Bratlinge.
Durch ihre gute Quelleigenschaft eignet sie sich hervorragend für warmen Hirsebrei (Porridge), süße Aufläufe mit Obst oder als Zutat in Bowls.
In Suppen und Eintöpfen ist sie eine beliebte, nahrhafte Einlage. Da Goldhirse kein Gluten (Klebereiweiß) enthält, eignet sich reines Hirsemehl zwar nicht direkt zum Brotbacken, kann aber in feinen Backwaren, Pfannkuchen oder Fladenbrot beigemischt werden.
Kochzeit als Brei ca. 15-20 Minuten.
Schonkost: Aufgrund ihrer leichten Verdaulichkeit und der basischen Wirkung im Körper wird Goldhirse in der Naturheilkunde traditionell als Schonkost bei Magen-Darm-Beschwerden geschätzt.
Merkmale:
-von Natur aus ist Braunhirse Glutenfrei, da aber auf unserem Betrieb auch andere Produkte verarbeitet werden, geben wir den Hinweis: Kann Spuren von glutenhaltigen Getreide, Schalenfrüchte oder Senf enthalten.
-aus regionalem Zukauf: Biolandbetrieb Abtei Maria Frieden, 96199 Kirchschletten.
-Bioland Zertifiziert
-durch modernste Technik am eigenen Hof gereinigt
- MHD: 12 Monate
Lagerung:
-kühl, dunkel und trocken lagern (im nicht feuchten Keller, gut durchlüftete Speisekammer)
-die Raumtemperatur sollte 20° nicht übersteigen
-im Regal lagern
-um einen Schädlingsbefall zu vermeiden, entweder gut verschlossen im Papiersack lagern oder in ein geeignetes Schraubglas oder eine hölzerne Getreidedose umfüllen.
-keinesfalls im Kühlschrank lagern
Was tun bei Schädlingsbefall:
-Offensichtlich befallene Lebensmittel ausfindig machen und wegwerfen. Um sicher zu gehen, dass keine Schädlinge zurückbleiben, alle in der Nähe befindlichen Vorräte gründlich untersuchen.
-Schränke sorgfältig mit Essigwasser auswaschen. Ritzen, Spalten und Räume hinter den Schränken mit starker Staubsaugerdüse aussaugen und mit heißer Luft behandeln (Fön).
-zusätzliche Maßnahme: Auswischen der Vorratsregale mit Zusätzen von Lavendel-, Citrus-, Teebaum- oder anderen ätherischen Ölen. Zumindest in einigen Fällen ist bekannt, dass die Insekten von derartigen Düften abgestoßen bzw. vertrieben werden.
Häufige Fragen
Woher stammen eure Produkte?
Alle unsere Produkte stammen aus eigenem Anbau auf unserem Familienbetrieb in Meeder, Oberfranken. Seit 1999 bewirtschaften wir die Felder ökologisch – ohne Pestizide, mit Liebe zur biologischen Vielfalt und dem Fokus auf alte Getreidesorten wie Einkorn, Emmer und Dinkel. Kurze Transportwege, faire Landwirtschaft und volle Transparenz: Du weißt genau, wo dein Essen herkommt.
Sind alle eure Produkte BIO-zertifiziert?
Ja, absolut. Wir sind seit 2001 Mitglied im Bioland-Verband – einem der strengsten Öko-Verbände Deutschlands – und tragen außerdem das EU-Bio-Siegel sowie das Bayerische Bio-Siegel. Unsere aktuellen Zertifikate kannst du jederzeit auf unserer Zertifikate-Seite einsehen.
Wie lange dauert die Lieferung?
Wir versenden in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen nach Zahlungseingang. Da wir ein kleiner Familienbetrieb sind, packen wir jede Bestellung sorgfältig von Hand. Die Lieferzeit beträgt nach dem Versand üblicherweise 2–4 Werktage innerhalb Deutschlands. Bei Fragen zu deiner Bestellung erreichst du uns unter info@biokultur-lb.de oder telefonisch.
Wie soll ich die Produkte lagern?
Am besten kühl, trocken und lichtgeschützt – zum Beispiel in einem Vorratsschrank oder einer Speisekammer. Für eine längere Haltbarkeit empfehlen wir luftdichte Behälter aus Glas oder Edelstahl. Ganze Körner halten sich so oft ein Jahr oder länger, während Mehle und Flocken am frischesten innerhalb weniger Monate verbraucht werden sollten.
Kann ich auch größere Mengen bestellen?
Ja! Viele unserer Produkte sind in Großmengen von 10 kg, 20 kg oder sogar 25 kg erhältlich – mit entsprechendem Mengenrabatt. Das lohnt sich besonders für Bäcker, Naturkostläden oder alle, die regelmäßig unsere Produkte genießen. Für sehr große Bestellungen oder individuelle Anfragen stehen wir dir gerne persönlich zur Verfügung.